Archive for the ‘Techniktipps’ Category

Netbook, Xperia und Sonnenschein

Mit Netbook und Smartphone im Outdoor-Büro

Nach vielen Überlegungen und Testlesereien gelang heute der erfolgreiche, erste Versuch, über das Sony Ericsson Xperia Neo/MT15i Handy im Cafè Wussegel an der Elbe zu surfen. Im Internet, nicht auf dem Fluß! Das Bild ist im Übrigen auch mit dem Handy gemacht worden, während es über Kabel angedockt war. Und dazu noch im Pseudo HDR über eine App.

Mit dem tethering war die Geschwindigkeit akzeptabel, obwohl kein UMTS empfangen werden konnte. Aber so konnte ich bei Kaffee und Kuchen, gemütlichem Blick über den ruhig dahin fließenden Fluß meine Blogs aktualisieren und ein paar Recherchen machen. Es gibt allerdings schnatterige Damen, die….. und das hört nicht auf!

Die Aufnahmen gelingen mit der Touchscreen-Auslösung schnell und gut, die automatische Belichtungssteuerung ist sehr zufriedenstellend. Kein unangenehmes Verzögern bei Video- und Fotoauslösung. Und vernünftige Einstellmöglichkeiten, obwohl man natürlich nie genug davon haben kann. Die Belichtungssteuerung stellt sich leider immer wieder zurück, aber mit dem Fokussieren kann gleichzeitig die Belichtung festgehalten werden.

Schilf am Gümser See

Wasserbewegung mit langer Belichtungszeit

Weil es gestern am Gümser See so schön war und heute massig Regenwetterzeit mit Bildverarbeitung gut zu füllen war, noch einen Kurzblick von dort.

Das Bild ist mit 1/6 sec aus der Hand aufgenommen, um die Wellenbewegung um die Schilfhalme herum besser einfangen zu können. Mußte mich dabei gut erden und im Wasser mein Körpergewicht taijimäßig entspannt in den Grund abgeben, um nicht selber von der leichten Wellenbewegung verschaukelt zu werden. Dabei hilft die Auslösung in schneller Bildfolge. Nur daß bei so langen Belichtungszeiten auch die Auslösung nicht mehr sonderlich flott ist.

Schnelle Mehrfachauslösung ist bei Aufnahmen mit möglichst langer Belichtungszeit ein letzter Rettungsring, doch noch eine Aufnahme ohne unbeabsichtigte Bewegungsunschärfe zu erhalten. Bleibt nur die Mühe unter den vielen Aufnahmen, die beste herauszusuchen.

Alternative zu Nikon Camera-Control-Pro – Tethered Shooting for Nikon


Natürlich wäre es das Allerbequemste, man könnte sich die W-LAN Funktion für seine Nikon leisten, um die Aufnahme sofort auf dem Monitor beurteilen zu können. Reden wir nicht drüber. Es geht auch mit kostenloser Software: Tethered Shooting for Nikon von Raymond Lowe. Das Programm ist für Windows. Auch das RAW-Format ist nutzbar. Ebenso Intervallaufnahmen und Serien.

Die Software ersetzt selbstverständlich nicht alle Funktionen der Nikon Camera-Control-Software, aber die fast unmittelbare Kontrolle des Bildes auf einem großen Monitor ist damit sehr gut möglich. Eignet sich sowohl für Tabletop und mit etwas Vorsicht auch für sonstige Studioshootings.  Die Kamera kann auch vom Rechner aus ausgelöst werden, wesentliche Funktionen sind vom Rechner aus steuerbar. In Kombination mit einem Funkfernauslösesystem wie zB dem YongNuo kann man schon recht gut und bequem arbeiten.

Zusammen mit dem automatischem Import von Lightroom kann man seine Bilder gleich in einem Wunschordner speichern und auch gleich als Großbild ansehen. Die Zusammenarbeit mit Bridge soll auch möglich sein, habe ich aber bisher noch nicht getestet.

Tabletop Shooting und Kabelverbund zum Rechner

Bei einem 5 Meter langen Kabel empfiehlt sich ein gutes USB-Kabel mit Verstärkung zB: DIGITUS Repeaterkabel USB2 5 m Verbindungskabel mini

usb_sicherung

Wichtig ist eine Sicherung des USB-Kabels, damit keinerlei Zug auf den Stecker einwirkt. Dazu ist der Mini USB Winkeladapter sehr brauchbar. Mit einem Knoten im Kabel zum Trageriemen wird der mögliche Zug verhindert. Trotzdem sollte man vorsichtig sein. Eine ausgeleierte Mini-USB Buchse an der Kamera ist ein teures Ärgernis.

me_shooting_2

Im Hintergrund sieht man den Kontroll-Monitor, den ich für diese Aufnahme etwas deutlicher plaziert habe. Ist grade bei feinen Weißnuancen sehr praktisch zur Beurteilung.

banan_scheiben

Die Beurteilung des belichtungstechnischen Unterschieds der verschiedenen Unter/Hintergründe, die aber wie einer aussehen sollten, fiel so erheblich leichter.

Manchmal vergißt man völlig, daß auch ein HDMI-Kabel eine direkte Beurteilung in Echtzeit ermöglicht, zB an der D300. Kann besonders für Makroaufnahmen sehr hilfreich sein, aber das Bild ist nicht so klar und auch kleiner als bei der beschrieben Methode mit der Freeware von Raymond Lowe. Von hieraus ein herzliches Dankeschön – Thank You! für das sehr hilfreiche Tool.

Hier eine ausführliche Video-Erläuterung auf Englisch von Raymond. Fast etwas lang, aber er erklärt es sehr schön und zeigt die verschiedenen Features schön auf.

Wireless Flash YongNuo RF 602 Blitz-Fernbedienung angetestet


Erste Spielereien mit dem Wireless Flash Fernbedienungsset YongNuo RF 602 Transmitter + 3x 602RX Receiver, die zumindest das Potential der YongNuo RF 602 Blitz-Funk-Fernbedienung erkennen lassen.

Funkblitzausloesung mit YonNuo RF 602

Erstmal soviel: Blitz-Fernbedienung wurde innerhalb von 3 Wochen aus Hongkong ohne Zolltrara angeliefert und funktioniert tadellos für meine Nikons und erstaunlicherweise ebenso für die Sony R1 – obwohl für Nikon Kompatibilität bestimmt, freu. Es gibt da durchaus ein paar Kniffe zu lernen, vor allem, wenn das Teil eher als Fernauslöser, denn als Blitzauslöser funktionieren soll. Als Funkfernauslöser kann der entkoppelte Blitz mit dem YounNuo RF 602 nicht synchron ausgelöst werden, es sei denn, man schaltet noch eine Funkfernauslösung wie die Phottix Cleon II Funk-Fernbedienung für Nikonhinzu. Ja doch, es funkt nur noch so.

Die Funkstrecke des Wireless Flash betrug beim ersten Bild unter den gegebenen Umständen bis zu ca 70m von der Kamara zu den zwei Blitzgeräten. Eine Fehlfunktion wurde zunächst mißdeutet, weil die Blitz-Fernbedienung nicht wie angegeben das SB600 aus dem Standby aufweckte. Mußte also auf Dauer-Modus umgeschaltet werden. Bei solchen Entfernungen wünscht man sich die Bequemlichkeit des Nikon Commanders SU 800, aber das Ding ist im Freien leider kaum zu gebrauchen, so unzuverlässig löst es aus.

Im zweiten Bild wurde zwar der Blitz und der Verschluß ausgelöst, der Blitz kommt aber zu früh, wenn man den Transmitter von der Kamera entfernt benutzt. Daher nachträglich über den Transmitter noch zweimal bei der Langzeitbelichtung den Blitz gezündet, was natürlich auch ganz anders gemacht werden kann.

Funkauslöser Blitzausfernlöser

Die Belichtungsautomatik iTTL funktioniert mit der Blitzfernbedienung nicht. Die Kamera erkennt ja auch nicht, daß geblitzt wurde, ergo ist auch nix mit zweitem Verschlußvorhang. Es sei denn man setzt den Blitz auf die Kamera und nutzt die YongNuo RF 602 Blitz-Fernbedienung lediglich als Funkfernbedienung.

Im Chaos der Akkus und Ladegeräte mal aufgeräumt

Es ist viellleicht nicht mehr nur ganz trivial, mit vieviel Ladegeräten man es heutzutage zu tun hat. Die Versprechen der Handyindustrie, sich auf einen Standard zu einigen, glaube ich erst, wenn ich es erlebe.  Zum Glück verbreitet sich das Laden über Mini-USB immer mehr. Bei Kameras wird das wohl noch lange nicht üblich sein. Bleibt also nur, sich möglichst bequem mit diesem Wust an Chargern zu arrangieren.

Wer hat sein Ladegerät nicht schon mal gesucht? Lustig wird’s, wenn man am Urlaubsort den Koffer auspackt und feststellt, das falsche Gerät mitgenommen zu haben. Da bleibt meist nur an Ort und Stelle ein Ersatzladegerät zu kaufen und zu Hause zu versuchen, das Teil wieder zu verkaufen. Der Expressversand durch Daheimgebliebene ist nicht nur ernüchternd teuer, sondern kann auch zu wenig schmeichelhaften Kommentaren führen, wenn aus dem undurchsichtigen Haufen an Geräten das falsche Teil geschickt wurde. Man kann es niemandem verdenken,  da nicht  durchzusteigen, wenn man sich nicht ständig mit den Aufladern beschäftigt. Damit es so wenig Trouble im täglichen Gebrauch gibt, hab ich wenigstens mal die Fotolader direkt im Schrank an eine Steckerleiste  angebracht. Die Handys im Haus lädt jeder selber auf.

Chaos der Ladegeräte aufgeräumt

Keine große Sache, aber immerhin etwas übersichtlicher, schneller zu handhaben und auch nicht so schnell zu verlegen. Das ewige Stecker-Entkoppeln hat endlich ein Ende. Bei 5 Kameras,  4 Blitzgeräten, Akkulader und Video im regelmäßigem Gebrauch ist das für mich schon ein Fortschritt. Vielleicht erleben wir das noch in absehbarer Zeit, daß sich Kamera-Akkus über Induktion mit Hilfe EINES sich automatisch einstellenden Laderätes aufladen lassen. Für Elektroautos wird dazu ja schon experimentiert.

Bevor solche Utopien Wirklichkeit werden, kann man beim Kauf seines nächsten Gadget dem Punkt “Aufladen” mehr Beachtung schenken. “Nach dem Kamerakauf” ist bekanntlich “vor dem Kamerakauf”  -  oder was auch immer für eine Elektronik gekauft wird. Sind die Hersteller nur zu träge und unflexibel oder wollen sie lediglich an unser Geld, wenn’s um Ladegeräte geht? Ich habe es nicht bis zur letzten Konsequenz bedacht, aber es wäre mir ein großes Vergnügen, wenn ich all meine Elektronik auf Reisen mit einem Mini-USB Auflader versorgen könnte, zB mit dem Hama USB-Ladegerät “Pico”. Ist heute eher etwas für Handys und Geotagger.

Vorläufig ist man mit einem Ansmann Digicharger Vario Pro Ladegerätauf Reisen ganz gut bedient. Nicht ganz das “Gelbe vom Ei”, dafür ist es etwas fummelig, aber immerhin. Die Akkus sind immer noch am einfachsten in die Hersteller-Ladegräte einzustecken. Daher auch der Aufbau im Bild.

Einen Stecker will ich! Nur einen! Ein automatisches Ladegerät für alles!

Übrigens: Ladegeräte ziehen auch Strom, wenn der Akku nicht dran ist! Also besser die Stromzufuhr nach dem Ladevorgang kappen.

Wie macht ihr das denn?