Posts Tagged ‘outdoor’

Netbook, Xperia und Sonnenschein

Mit Netbook und Smartphone im Outdoor-Büro

Nach vielen Überlegungen und Testlesereien gelang heute der erfolgreiche, erste Versuch, über das Sony Ericsson Xperia Neo/MT15i Handy im Cafè Wussegel an der Elbe zu surfen. Im Internet, nicht auf dem Fluß! Das Bild ist im Übrigen auch mit dem Handy gemacht worden, während es über Kabel angedockt war. Und dazu noch im Pseudo HDR über eine App.

Mit dem tethering war die Geschwindigkeit akzeptabel, obwohl kein UMTS empfangen werden konnte. Aber so konnte ich bei Kaffee und Kuchen, gemütlichem Blick über den ruhig dahin fließenden Fluß meine Blogs aktualisieren und ein paar Recherchen machen. Es gibt allerdings schnatterige Damen, die….. und das hört nicht auf!

Die Aufnahmen gelingen mit der Touchscreen-Auslösung schnell und gut, die automatische Belichtungssteuerung ist sehr zufriedenstellend. Kein unangenehmes Verzögern bei Video- und Fotoauslösung. Und vernünftige Einstellmöglichkeiten, obwohl man natürlich nie genug davon haben kann. Die Belichtungssteuerung stellt sich leider immer wieder zurück, aber mit dem Fokussieren kann gleichzeitig die Belichtung festgehalten werden.

Die kleine Outdoor Kameraausrüstung zum Trekking


Es kommt ständig die Frage: “was nehm ich denn auf die Wanderung, Tour, zum Trekking mit?”

Meist wird nur Gewicht und Größe der Ausrüstung bedacht. Eher selten, wie schnell man die Kamera zur Hand hat, oder wie lange man fummeln muß, bis alles wieder verstaut/gesichert ist. Daher mal eine persönliche Zusammenstellung von mir, die sich recht gut bewährt hat. Egal ob zu Fuß, auf dem Fahrrad, auf Skiern oder im Kajak.

Small equipment - kleine Ausrüstung

Auflistung der Ausrüstung:

Macht zusammen ein Gewicht von 1,9 Kilogramm incl. aller Akkus- tja, da kommt schon was zusammen. Aber für eine leichte und schnelle kleine DSLR-Ausrüstung finde ich das Gewicht immer noch sehr akzeptabel.  Zumal die Tasche wie abgebildet am Gürtel befestigt ist und kein Gebammel an der Schulter zieht. Sprich:Es kann noch ein Rucksack mit Hüftgurt verwendet werden, und:  die Kamera ist auch vom Fahrrad aus leicht zugänglich.

Wie im ersten Bild zu sehen, komme ich als Rechtshänder schnell an die Cam, kann die Tasche mit einer Hand verschließen und sogar den Blitz drauf lassen und sie eben mal vorübergehend sichern, um beide Hände wieder frei zu haben, ohne daß die Cam Gefahr läuft, bei Bewegungen aus der geöffneten Tasche herauszufallen. Alles geht sehr schnell, alles ist griffbereit. Die Nikon D40 paßt sogar mit angesetzter Sonnenblende in die Tasche. Nur bei Regen und schlechtem Wetter muß der Reißverschluß der Tasche vorsichtshalber zugezogen werden.

Manche kaufen sich die Nikon D40, gerade weil sie auf 6MP optimiert ist. Ich z.B.; selbst nach D70 und D300 fand ich die D40 so interessant, daß ich sie mir sogar extra für Outdoor besorgt habe.

Hauptgründe:

- Klein, klein, klein !!! und leicht.
- Blitzsynchro bis 1/500 sec, je heller umso wichtiger zum Schattenaufhellen im – Freien.
- sehr gute Bildqualität, wenn man nicht in den höheren ISO-Bereich will.
- c. 1000 Bilder in jpg Qualität mit größter Auflösung – sprich 6MB – mit einer Akkuladung. Finde ich sehr beachtlich.

Aber vor allem: Preiswert! Nicht selten schrecke ich davor zurück, teurere Ausrüstung auf Outdoor Touren zu gefährden. Da schmerzt die Ersatzbeschaffung einer weiteren gebrauchten D40 nicht so. Es scheinen aber einige auf diese Idee gekommen zu sein, die Gebrauchtpreise sind leider oft recht steil.

Wenn man schon seine Sammlung an Objektiven hat, dann ist es doch eine Idee, in der “Familie” zu bleiben. Wozu auf Micro Four Thirds,  G1 usw. schielen, wenn so leichte und gute Kameras wie die Nikon D40 zu haben sind? Manchmal ist “altes Spielzeug” immer noch das beste.

Elbnebel vor der  Dömitzer Brücke

Test der Unterwasserkamera Canon D10 für Tauchen und Outdoor

Ich wollte schon immer eine Kamera haben, die nicht schon in Gedanken wie eine Mimose behandelt werden will. Eine Unterwasserkamera, eine, die nicht jeden kleinen Stoß krumm nimmt, bei Regen, Schnee und Sand klaglos durchhält und sowohl für’s Tauchen und Baden als auch ganz allgemein für Outdoor taugt. Ich habe sie gefunden.

Klar, es gibt immer was zu meckern. Auch bei der Canon D10. Ich will hier nicht wiederkauen, was überall nachzulesen ist im Web. Ich will lieber darlegen, warum ich mich für sie – jetzt Anfang August 2009 – entschieden habe.

  • Klare, prägnante Bilder – eindeutig der wichtigste Punkt. So stand es in den Tests, und so hat es sich erfreulich bestätigt.
  • Schnelle,   sichere Handhabung. Wenn ich auch nur andeutungsweise den Eindruck bekomme, die Handhabung wird schwierig, dann war’s das für mich. Sofort. Die Canon D10  ist etwas gröber, als es den Taschenspielern lieb ist. Aber mir ist es  nicht wichtig, wie sich das Gerät in der Tasche macht, sondern wie es sich im Wasser, in glitschigen, eiskalten oder sonst unbequemen Umständen bedienen läßt.
  • Manuelle Bedienbarkeit. Uuups?  Gibt’s die überhaupt? Doch, doch. Voll ausreichend. Und zufriedenstellend.
  • Robustheit. Sicher ist meine Einschätzung sehr subjektiv, aber ich traue der Canon D10 in dieser Hinsicht. 10m Tauchtiefe sind möglich. Das spricht für eine bessere Sicherheit als bei den 3m Cams.

Starkes Licht auf Sensor

Beispiel mit starkem Licht auf den Sensor bei Kameraverwendung

Der großzügige Sucher – 230.000 Bildpunkte – zeigt bei Gegenlicht manchmal starke Blitzer und Artefakte, die Kamera bekommt es aber immer geregelt, die Aufnahme bleibt sauber.   Die Canon D10 besitzt einen 1/2,3 Zoll großen CCD-Sensor, was für eine Kompaktkamera eher erfreulich groß ist. Bei Videoaufnahmen muß man allerdings vorsichtig mit dem Lichteinfall sein.

Blitzer Canon D10 im Videomodus

Blitzer  im Videomodus

Video. Soweit ich feststellen konnte, ist das ein sehr verbreiteter Fehler – findet sich auch beim interessantesten Konkurrenzmodell, der Panasonic Lumix DMC-TS1 – Modell schied wegen friemeliger Tasten, mir zu komplizierter Bedienung und nur 3m Tauchtiefe aus. Hat allerdings echtes HD-Video.  Kleiner Einschub: Nicht alle HD Videos haben echte 30fps;  auf Full HD TV-Schirmen mit 100Hz ruckeln diese Videos – einfache Canon D10 Videos mit 30fps sehen im Vergleich  flüssiger aus.  Nicht immer ist HD-Video auf dem Papier auch die bessere Wahl. Nicht zu vergessen, daß es immer noch ein recht mühseliges Unterfangen ist, AVCHD Videos zu schneiden. Die Hardwareanforderungen sind hoch und die Software dafür mager und immer noch nicht ganz ausgereift. Erst alles in anderes Format konvertieren? Danke, nein.

Auch wenn der Zoombereich eher kurz ist, aber er funktioniert auch im Videomodus. Der Digitalzoom ist m.E. bis zur 4,6 fachen Vergrößerung bei Video und guten Lichtverhältnissen gut brauchbar – entspricht dann etwa 35-165mm Brennweite über den gesamten Zoombereich.

Der Autofocus funktioniert leider nicht während des Filmens. Weder beim Zoomen noch beim Schwenken. Man muß  also vorher entscheiden, welchen Entfernungsbereich man am Ende der Bewegung scharf haben möchte. Man kann aber auch etwas konsequenter bei einer fixen Einstellung bleiben. Meist die bessere Wahl.  Wenn man selbst ins Wasser steigt, kommt die wählbare Funktionszuweisung der “Drucken” Taste sehr gelegen. So kann auf Tastendruck auf den Videomodus und den Kameramodus  direkt zugegriffen werden. Überhaupt braucht man nur selten ins Menü. Alles Wesentliche ist über Tasten erreichbar. Das ist ein großes Plus für mich.

Für den Film wurde mit der Cam in der Hand vom 1m und 3m Brett gesprungen.  Druckänderung kein Problem

Einstellbarkeit. Natürlich gibt es nicht die Möglichkeiten der Canon G10, aber man kann die Belichtung schon ziemlich gut abstimmen.  Mit einer extra dafür bestimmten Taste kann die Belichtung in 1/3 Schritten im Programmmodus angepaßt werden.  Da bei solch einer Kompakten die Tiefenschärfe eh nicht groß beeinflußt werden kann, sind andere Modi gut zu verschmerzen. Die Canon D10 neigt m.E. zur Überbelichtung. Sie ist daher bei mir generell auf – 2/3 eingestellt.  Aber eine Anpassung für Schattendurchzeichnung ist schnell erfolgt. Ganz ähnlich einfach ist die Feineinstellung der Belichtung bei Video. Wichtig beim Schwenk, den Wert festzulegen, damit die Helligkeit nur in vorbestimmter Weise  nachreguliert wird, oder eben nicht, wie gewünscht.

Canon D10 Sondertasten

Big Deal!? Finde ich schon. Normalerweise geht die Belichtungskorrektur über das Funktionsmenu. Braucht mindestens 5 Klicks. Das macht man nicht fünfmal hintereinander zur Feinregulierung. So bleibt der Modus auch nach der Aufnahme erhalten und man kann gleich nachkorrigieren mit der Kontrolle über das Display. Sehr schön. Brauche ich fast ständig. Über die gleiche Taste wird auch die Videobelichtung eingestellt. Auf die frei wählbare Funktionstaste hab ich das Fokussieren gelegt.  Sehr zu begrüßen ist auch die Blitzbelichtung auf den 2. Verschlußvorhang per Tastenwahl. So blitze ich eigentlich fast ausschließlich, gerade auch zur Schattenaufhellung.

Nicht für jeden wichtig, aber manuelles Fokussieren ist auch möglich. Damit lassen sich Unschärfeebenen herauskitzeln, wenn auch kein reines Freistellen. Aber immerhin ein Plus.

Die Szenenmodi sind mehr Rätselraten und Hoffen als verläßliches und sicheres Fotografieren. Hab ich mich allerdings auch nicht intensiv mit beschäftigt.

nasser Sonnenstuhl im Regen

Typisches Beispiel, wo kaum eine Automatik richtig belichtet. Schnelle Korrektur mit der Canon D10 ist sehr einfach möglich.

Handling. Das Design ist sicher Geschmacksache. Ebenso das sichere Anfassgefühl. Wichtig finde ich das Halten mit einer Hand, da man ja gerade unter Wasser oder in Aktion die zweite anderweitig benötigt. Das  vergleichsweise große Gehäuse ist mir fast schon zu klein, aber es bietet gut Platz für große Tasten. Die sind ergonomisch passend angeordnet und lassen sich selbst beim Outdoor-Einsatz gut bedienen. Der Druckpunkt des Auslösers ist allerdings etwas schwergängig, so daß man aufpassen muß, nicht zu verreißen. Hier kommt der ausgereifte Stabilisator zum Tragen, der sehr zuverlässig arbeitet. Großer Vorteil unter Wasser, wo das Licht sowieso weniger, die Blitzreichweite eingeschränkt ist und man meist keinen guten Halt hat.

Canon D10 halten

Ich habe mir angewöhnt, die Kamera soweit es geht zu umfassen. Kleinen Finger an den Boden der Canon D10 und die übrigen Finger weiter auf’s Gehäuse, als ich es sonst bei einer Kompakten tun würde. Man darf nur das winzige Mikro nicht abdecken. Das gilt aber nur für relativ normale Situationen.

Canon D10 gesichert halten

In etwas rauheren Situationen ist das Auslösen mit dem Daumen die bessere Haltung. Und auf einmal macht die Form der Kamera sehr viel Sinn. Sie liegt sehr gut in der Innenhand, die Rundungen sind angenehm, und sie hat genau die richtige Größe, zumindest für mich.  Jetzt ist auch der Druckpunkt akzeptabel. Es ist sicher sehr schwierig, so viele Aspekte und Anwendungsbedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Aber als Outdoor- Kamera macht die Canon eine gute Figur.

Canon D10 Bilderbogen

Canon D10 Bilderbogen -  out of Cam,  nur verkleinert – meist in Farbeinstellung “Diafilm”

schwimmend

Einzelframe als Bild aus einem Unterwasservideo extrahiert

Fehler. Zweifellos ist der nicht vorhandene Weitwinkel das größte Manko der Canon D10.  In diesen Zeiten eigentlich nicht zu entschuldigen, wenn auch von der Modellpolitik her zu verstehen. War bei der G-Reihe nicht viel anders. Genauso wie die fehlende HD-Qualität des Videos. Denke, Canon will einfach nicht. Noch nicht. Es wird immer irgendetwas aus Absicht vermurkst, um Nachfolgemodelle vorlegen zu können. Genauso wie ich es unverschämt finde, daß das Netzteil nicht direkt an die Kamera angeschlossen werden kann, ein solches aber als Extra erhältlich ist. Knapp 50 Euro für den sehr sinnvollen langen Trageriemen sind auch ein starkes Stück.

Alles in allem kann ich das Urteil von dpreview nur bestätigen: “The Canon PowerShot D10 certainly put in an impressive performance both in and out of the water. It was one of the most responsive cameras to use, and at the same time it produced some of the sharpest and most detailed images of all the cameras in the group at lower ISO settings. On the downside the 3x zoom with no wide-angle capability might be a bit limiting in some situations.”

Es gilt wirklich nicht zu vergessen, daß die Outdoor- Eigenschaften ihre Bedingtheiten mit sich bringen.  Die Weitwinkelmängel können noch am ehesten mit Zusammenfügen von Bildern behoben werden. Für Landschafts- und Stadtaufnahmen meist kein Problem, macht man eh schon immer, wenn an der DSLR gerade nicht das passende Objektiv dran ist.  Auf die anderen kleinen Unvollkommenheiten kann man sich nur mit Nachsicht einstellen. Und vielleicht ganz bewußt mit ihnen eine gewisse Leichtigkeit genießen, die Einschränkungen manchmal mit sich bringen. Die Canon D10 wählt man, weil man eine reaktionsschnelle, robuste Outdoor Kamera will, nicht als “Eine-für Alles”. Gute Bilder lassen sich mit der Canon D10 auf alle Fälle mit sehr viel Spaß machen.