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Winterfarben an der Küste

Holz, Stein und Wasser

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.
Goethe

 

Wenn der Schnee nicht liegen bleibt, wenn die Ruhe der dunklen Jahreszeit nicht so recht eintreten will, können sich gewöhnliche Farben zu besonderen Kontrasten bei Winterfarben wandeln. Mit dem Nass des Ufers, dem Regen und dem diffusen Licht eines bedeckten Tages bekommen die unscheinbarsten Farben den kräftigsten Farbkontrast. Und schon ist ein Motiv da.

Warum sind die Blätter im Herbst so bunt?

So bunte Farben

Warum bloß sind die Blätter im Herbst so bunt? Eine absurde Frage? Man kann sich doch einfach nur dran freuen. Freuen an der Farbenpracht, bevor in unserer Klimazone das lange Wintergrau einzieht.

Aber im Zeitalter von Photoshop gerät ein Fotograf nur allzu schnell in den Verdacht, zu doll an den Farbreglern gedreht zu haben. Und in der Tat: Die Farbsättigung, den Kontrast etwas zu erhöhen, machen wir alle gerne. Aber es geht mir mittlerweile gehörig gegen den Strich, wenn kaum noch ein Landschaftsbild mit halbwegs normaler Wolkenstimmung gezeigt wird. Wenn wir tatsächlich ständig unter solch dramatischen Himmeln leben müßten, würden wir wohl meschugge werden.

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Die Farben wechseln wieder – der Herbst ist da.

Herbst Birke

Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Wilhelm Busch

Sehnsucht nach Grün

Unbeschreiblich befreiend und beruhigend

Grün - Unbeschreiblich befreiend und beruhigend

Es gibt diese Momente. Momente des Entdeckens, des Innehaltens. Sie geschehen mehr, als daß wir sie hervorrufen könnten. Auf einmal versteht man ein Gefühl. Eine Sehnsucht , die einen lange begleitet hat, wird offenbar. Und man beginnt sie zu akzeptieren. Und freut sich dran.

Wenn man liest, daß schon seit jeher davon berichtet wird, daß unser Überleben nur dann gesichert ist, wenn wieder frisches Grün aus der Erde sprießt, dann kommt man über unsere Zeit ins Grübeln. Grün ist die Farbe der Hoffnung auf Leben und Überleben. Wollen wir davon heute nichts mehr wissen?

Kein Wunder, daß diese Sehnsucht nach Grün, die in uns allen begründet ist, heute immer drängender wird, wenn wir beginnen zu verstehen und uns zu besinnen.

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