Ein gemütliches Glas Rotwein

 

Ein gemütliches Glas Rotwein am Abend ist etwas feines. Und so ist es für mich immer wieder eine nette Herausforderung, dieses Vergnügen in Szene zu setzen oder die Gelegenheit bei einer Einladung oder im Restaurant, ganz unaufdringlich und nebenbei für einen kleinen Schnappschuß zu nutzen. 

Man muß nicht immer einen riesen Aufwand betreiben

Bei einem schönen Essen mit dem Fotoapparat herumzufuchteln kann schrecklich stören. Einerseits. Aber wenn später ein schönes Gesellschaftsportrait vorliegt oder eine Stimmung gut getroffen wurde, dann, andererseits, schaut man doch gerne hin. Man muß sich ein wenig geschickt und unauffällig durchlavieren. Sozusagen stiller Zeuge anstatt dominanter Beobachter sein. Manchmal ist es einfach besser, sich nur auf die Deko oder das Ensemble auf dem Tisch zu beschränken.

Ein gemütliches Glas Rotwein ist immer auch Anregung

Nach einem umtriebigen Tag ist es schön zu entspannen. Bei einem guten Glas Wein kann ein anregendes oder amüsantes Gespräch zu neuer Freundschaft führen, eine Beziehung festigen und in der   entspannten Atmosphäre Einsichten ermöglichen, die man hier bereitwilliger annehmen kann. Es ist irgendwie schwer vorstellbar, daß man sich beim genießerischen trinken von Wein bereitwillig in die Wolle kriegt. Wein trinken ist eher ein friedliches Ritual. Aber natürlich…..

Tja, wenn der Genuß überhand nimmt, kommt der Teufel hervorgekrochen. Und der sitzt bekanntermaßen in einem selbst.

Und so war es mir ein Anliegen, diese Ambivalenz auch im Bild wiederzugeben. Eben nicht nur die sanfte Seite dieses Genusses darzustellen. Die Gefahr aus der Tiefe sollte auch zum Ausdruck kommen, und ich finde, das ist hier schon ganz akzeptabel gelungen.

Die Reflexion, die Erleuchtung, das Geheimnisvolle, die Tiefe und der Kontrast sind erhalten geblieben. Was vielleicht ein wenig zu kurz kommt im Bildausdruck ist das Element des Genusses. Aber vielleicht hatte ich auch schon zuviel intus, um diesen Aspekt noch greifen zu können.

“Nicht alles, was Genuß bereitet, ist auch wohltuend,
aber alles, was wohltuend ist, bereitet auch Genuß.” Pythagoras

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