Dies Spielzeug da

Die Jungs sind eindeutig gefesselt von der bunten Pracht der greifbaren Spielsachen an diesem Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Man glaubt es kaum, daß der Weihnachtsmarkt im Zeitalter der Computerspiele noch so stark faszinieren kann. Aber Kinder haben noch das starke Bedürfnis für das Greifbare, für das Unmittelbare. Da zählt das Reale, das Anfassbare und das eigene Wesen herausfordernde Objekt.

 

Das Geistige, das abstrakt-mentale Spiel der Phantasiewelt der Computerspiele hat den Lebensdurst der Sinnlichkeit noch nicht verdrängt. Das sinnlich Erfahrbare dominiert und formt in diesem Alter noch; es verliert sich heute leider viel zu früh. Umso erfreulicher fand ich diese Szene auf dem Lüneburger Weihnachtsmarkt. Man wird förmlich angesteckt von dem Gefesseltsein der Jungen für dieses bunte Allerlei. Wann war man als Erwachsener zuletzt so stark beseelt von einer Sache, so sehr im Augenblick selbstvergessen?

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